An der Ergolz …

Boncuk und ich sind nur sporadisch an der Ergolz anzutreffen und waren nun nach einigen Monaten wieder mal „unten“.

Als wir beim TCS gestartet sind, bin ich erschrocken! Der schöne Weg entlang der Ergolz wurde zugeschüttet und ein neuer, sehr steiniger, Weg viel weiter oben angelegt. Naja, wir sind trotzdem losgelaufen. Der kleine Strand nach einigen hundert Metern war immerhin noch da und Boncuk hat schon mal die Füsse gebadet 😉

Wir sind dann weiter spaziert, alles auf dem nicht wirklich schönen neuen Weg. Etwas weiter unten wurde ein neuer kleiner Strand angelegt, was immerhin etwas über den unschönen Weg hinwegtröstet. Auch dieser Strand hat Boncuk gefallen 😉

Auf der Höhe des Kreisels Pratteln hat man nun die Möglichkeit unter der Brücke durchzugehen und damit zum wunderschönen Märchenwald hinter der Industrie zu gelangen. Den Weg haben wir natürlich genutzt und das Wäldchen mit seinem Bächlein an diesem schönen Frühlingstag sehr genossen!

Verkehrte Katzen-Welt ;-)

Queen Mary hat ihre Gewohnheiten seit Jahren. Manche Sachen sind so fix, dass es sehr erstaunlich ist, wenn sie sich ändern.

Als Finn und später Prince eingezogen sind, hat Mary ihre Gewohnheiten wenig bis gar nicht geändert, was mich ziemlich erstaunt hat. Es gibt aber durchaus Tage, an denen Mary Neues ausprobiert …

Ist der Lieblingsplatz von Prince tatsächlich so toll?
Anscheinend nicht, denn sie hat ihn nur ein Mal ausprobiert 😉

Mary auf Prince' Stuhl

Mary auf Prince‘ Stuhl

Ist das Futter der Buben besser als meines?
Manchmal anscheinend schon … aber offensichtlich nur, wenn es aus deren Näpfe gefressen werden kann 😉

Mary an den Näpfen der Buben

Mary an den Näpfen der Buben

Ist Boncuk’s Büro-Bett auch wirklich bequem?
Scheint so … zumindest legt Madame sich immer mal wieder rein 😉

Mary in Boncuk's Bürobett

Mary in Boncuk’s Bürobett

Man sieht, Mary probiert auch mit ihren 11 Jahren von Zeit zu Zeit neue Sachen aus 😉

Wunder geschehen …

Sie brauchen manchmal etwas Zeit und Arbeit, aber sie geschehen …

Jeder der Boncuk kennt oder regelmässig dieses Blog liest, kennt ihr Problem. Boncuk bellt … Die Ursachen dafür sind vielfältig, denn Boncuk bellt(e) in fast jeder Situation – egal ob sie sich freut oder Angst hat oder ob sie ihr Revier verteidigt.

Das Tolle bei der ganzen Bellerei ist aber, dass Bonsch „nur“ bellt und niemals Zähne einsetzen würde – weder bei Mensch noch bei Hund (das war nach ca. 6 Monaten Bellerei und Training absolut klar)! Das gibt mir die Freiheit mit ihr „richtig“ zu trainieren, ihr in schwierigen Situationen auch mal zu vertrauen und sie nicht doppelt sichern zu müssen. Ein bisschen angebellt zu werden, empfinden die meisten Menschen als nicht so schlimm – vor allem wenn der bellende Hund ein so hübscher Kerl wie Bonsch ist und ich als Halter richtig reagiere.

Boncuk im EngadinBoncuk und ich haben von Anfang an miteinander gearbeitet. Von Beginn an haben wir die Familien-Hundeschule des Tierschutz beider Basel besucht. Anfangs konnte Bonsch in der Gruppe kaum atmen, so sehr hatte sie Stress! Das hat sich aber glücklicherweise nach einigen Wochen gelegt. In der Hundeschule hatte Boncuk – ziemlich sicher das erste Mal in ihrem Leben – mit anderen Hunden Kontakt bekommen und gelernt, dass die meisten davon durchaus ganz toll sind. Wir haben zudem intensiv am Grundgehorsam gearbeitet, der mittlerweile richtig gut ist und Boncuks Frustrationsgrenze ist um Welten besser als zu Anfang :-).

Leider hat sich die Hundeschule kaum auf ihr Verhalten gegenüber fremden Menschen ausgewirkt, die wurden nach wie vor verbellt. Das Bellen in den meisten anderen Situationen hatten wir ziemlich im Griff (ausser das Revier-Bellen im Garten, aber das ist und bleibt Genetik).

Bonsch beim Schnüffeln

Bonsch beim Schnüffeln

Im Winter 2012 haben wir dann zusätzlich mit „Schnüffeln“ angefangen. Schnüffeln ist Ziel-Objekt-Suche, wie das ein Drogen- oder Sprengstoff-Hund bei der Polizei macht. Die Anfangszeit war harzig, da Boncuk jeweils sehr schnell das Interesse verloren hat und durch die anderen Hunde im Raum ziemlich verunsichert war. Es gab durchaus Momente, bei denen ich schon aufgeben wollte … lustigerweise hat Boncuk (genau an dem Tag, als ich unseren Trainer über unser Aufhören informieren wollte) plötzlich sehr begeistert geschnüffelt, so dass wir weitergemacht haben! Mittlerweile sucht Boncuk sehr zuverlässig und erfolgreich nach Schildkröten-Eiern. Wir üben zwar noch in der Lagerhalle und nicht im Gelände, aber das wird sich mit dem besseren Wetter demnächst ändern 🙂

Boncuk zeigt im Schnüffeln eine enorme Ausdauer und lässt sich während der Arbeit kaum noch ablenken. Das gilt nun auch für die Arbeit in der normalen Hundeschule.

Das Bell-Problem gegenüber fremden Menschen hat sich aber nur minim verändert. Boncuk schloss allerdings etwas schneller Freundschaft mit fremden Menschen als zu Anfang, was ich aber in erster Linie dem Erlernen aus Erfahrung zuschreibe, da sie mittlerweile ja schon ganz viele Menschen kennengerlent hat.

Boncuk am trailen

Boncuk am trailen

Im Frühling 2013 haben wir auch mit Mantrailing (Personensuche) angefangen. Dies vor allem mit dem Hintergedanken, dass Boncuk wildfremde Menschen finden muss und von diesen die besten Leckereien bekommt. Auch hier war der Anfang stressig, da Boncuk gegenüber Fremden sehr verunsichert war und demzufolge viel bellte. Übung macht bekanntlich den Meister, das gilt auch für Boncuk. Je mehr Mantrailing-Trainings sie absolvierte, umso sicherer wurde sie! Um Weihnachten 2013 hatten wir unser erstes Mantrailing-Training ohne unerwünschtes Gebell!

Mantrailing macht uns beiden zudem viel Spass und Boncuk arbeitet – wenn sie denn will – wirklich gut und findet die Zielperson. Wenn sie allerdings keine Lust hat, dann tut sie überhaupt nix … typisch Tibi halt 😉
Aber auch das Mantrailing hat Boncuk’s Bell-Problem nicht wirklich geheilt …

Salome Buser & Boncuk

Salome Buser & Boncuk

Irgendwann im Sommer 2013 habe ich von Tier-Shiatsu gehört. In diesem Referat wurde auch erwähnt, dass Shiatsu bei verhaltensauffälligen Hunden durchaus guten Erfolg haben kann. Natürlich habe ich mich sofort dafür interessiert und mit Salome Buser eine Tier-Shiatsu-Therapeutin in meiner Umgebung gefunden und einen Termin mit ihr vereinbart. Boncuk hat das Shiatsu von Anfang an genossen und sich dabei völlig entspannen können. Das Shiatsu hat sie merklich ausgeglichener gemacht, aber das Bell-Problem auch nicht vollends lösen können. Da Boncuk aber körperlich sehr von Shiatsu profitiert, bekommt sie einmal im Monat eine Shiatsu-Massage, die sie nach wie vor enorm geniesst!

Über unsere Mantrailing-Trainerin Beatrix Kühnis (leider noch ohne Webseite) habe ich dann per Zufall die Tier-Kinesologin Sonja Hügli kennengelernt. Während eines Smalltalks sind wir auf die Möglichkeiten der Kinesiologie zu sprechen gekommen und Sonja Hügli sah durchaus Chancen, Boncuk und mich bei der Lösung unseres Problems unterstützen zu können. Allerdings, so warnte sie mich vor, würde mit dem Start der Therapie das Verhalten zu Anfang wieder schlechter werden. Das war mir egal, solange wir unser Problem dauerhaft in den Griff bekommen.

Nur damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich erwarte nicht, dass Boncuk plötzlich ein stummer Hund wird und alles ohne einen Ton akzeptiert, überhaupt nicht! Aber Boncuk soll lernen, dass fremde Menschen keine Bedrohung sind und sie diesen durchaus etwas Vorschuss-Vertrauen entgegenbringen darf. Mehr nicht …

Ende Februar hatten wir unseren ersten Termin bei Sonja. Boncuk war typisch Boncuk in fremder Umgebung … verunsichert und immer mal wieder bellend, wenn sie im Haus jemanden gehört hat. Sonja hat sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Was Sonja mir dann erzählt war erstaunlich: Boncuk wäre bis zu einem Alter von 9 Monaten ein ganz normaler Hund gewesen. Zu dieser Zeit lag sie an den Füssen eines grossen, breiten Mannes und döste. Der Mann erhob sich und ist dabei auf sie getreten. Vor lauter Schreck hat Boncuk sich bemerkbar gemacht (nicht geschnappt oder gebissen!), woraufhin der Mann ihr einen heftigen Tritt verpasste, so dass sie durch das halbe Zimmer flog. Ihr kaputtes Knie brachte sie offensichtlich mit diesem Erlebnis in Verbindung, das sie über die Jahre nicht verarbeiten konnte und – damit ihr die Menschen nicht zu Nahe kommen – anfing alle Fremden zu verbellen.

Während Sonja mir dies mitteilte realisierte ich, dass Boncuk’s Verhalten sehr gut auf diese Geschichte passt! Liegt die Kleine zu meinen oder jemand anders Füssen, juckt sie panikartig auf, wenn Füsse oder Stuhl nur minim bewegt werden. Liegt sie einem jedoch irgendwo im Weg, muss man über den Hund steigen, da sich Madame nicht vom Fleck rührt. Mir ist das Verhalten schon verschiedentlich aufgefallen, ich hab mir aber keine grossen Gedanken dazu gemacht … ausser, dass andere Hunde bei Weitem nicht panikartig auf Fuss- oder Stuhlbewegungen reagieren.

Nach dem ersten Termin bekam ich von Sonja Schüssler-Salze und Bachblüten, die Boncuk die nächsten Wochen einnehmen sollte. Als wir die Praxis verlassen haben, hat sich Boncuk tatsächlich wieder so verhalten, wie ich sie zu Anfang übernommen habe. Durch das Erlernte beruhigte sie sich aber immerhin viel schneller. Nach einigen Tagen waren wir auch wieder auf unserem alten, hart erarbeiteten, Stand.

Leider hat sich meine Maus genau zu der Zeit die Vorderpfote verletzt, so dass sie nur schlecht spazieren konnte und wir darum nicht ganz so viel unterwegs waren. Das bedeutet, dass ich ihre Verhaltens-Fortschritte nicht so gut beurteilen konnte, wie ich wollte. Die paar wenigen Situationen in der sie normalerweise ins Bellen gefallen wäre, hat sie aber zumeist ganz souverän gemeistert.

Letzten Samstag hatten wir unseren zweiten Termin bei Sonja, bei dem Boncuk sehr ruhig war. Viel Neues gab es nicht zu sagen, ausser dass Boncuk laut Sonja das Erlebte angefangen hat zu verarbeiten. Sonja hat Boncuk unter anderem mit Licht und Tönen wiederum dabei unterstützt.

Am Samstag nachmittag hatten wir dann unseren Sporthunde-Gruppe-Termin (wir sind Anfang Jahr von den Familienhunden zu den Sporthunden gewechselt), bei dem Boncuk super mitgearbeitet hat. Das macht sie jedoch meist so und ist darum schon fast normal. Erstaunlicherweise hat Boncuk aber an diesem Nachmittag (bis auf eine Ausnahme, da hat aber ein anderer Hund mit der Bellerei angefangen) keine fremden Passanten angebellt, sondern selbstsicher passieren lassen! Ich hab enorm gestaunt und war unheimlich stolz!

Heute, Sonntag, war ich für das Seminar „Mein Hund und ich: Ein prima Team“ im Tierheim angemeldet und hab Boncuk mitgenommen (ich hätte Boncuk im Tierheim in einem Büro lassen können, wenn sie zu laut gewesen wäre). An dem Seminar waren etwa 25 Personen und eine Bolonka-Dame anwesend. Jetzt die Sensation: Boncuk hat sich vorbildlich benommen – gegenüber den Menschen und gegenüber der quirligen Bolonka-Hündin! Was bin ich stolz!

Boncuk am heutigen Seminar

Boncuk am heutigen Seminar

Jeder Anwesenden dieses Seminars (der Boncuk vorher nicht kannte) käme nie im Leben auf die Idee, dass Boncuk ein verhaltensauffälliger Hund ist! Madame hat sich souverän zwischen den fremden Menschen bewegt und nur einen grossen, breiten Mann zweimal ganz kurz angebellt (wirklich nur: wuff wuff) und dann war gut. Während der drei Referate ist Boncuk friedlich dösend in ihrem Napidoo gelegen und in den Pausen ein normales, ruhiges und aufgestelltes Hündchen gewesen. Selbst als die Bolonka-Hünding drei- oder viermal kurz bellte, ist meine Maus ruhig geblieben; eine Sensation!

Nachdem Boncuk seit Beginn der Kinesiologie-Therapie diese riesigen Fortschritte macht, bin ich überzeugt, dass Sonja’s Können dafür verantwortlich ist und freue mich riesig darüber!

PS: Mir ist klar, dass wir noch nicht am Ziel sind, aber ganz sicher auf der Zielgeraden!

PPS: Wieviel Kinesiologie kann, kann ich noch nicht beurteilen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die Kombination der aufgeführten Trainings und Massnahmen den gewünschten Erfolg bringt und die Kinesiologie ein ganz wichtiger Schlüssel-Faktor darin ist. Ob die Kinesiologie alleine – also ohne das Erlernte in Hundeschule, Schnüffeln und Mantrailing – diesen raschen und grossartigen Erfolg gebracht hätte, wage ich zu bezweifeln. Falls Ihr Hund störende Verhaltensauffälligkeiten zeigt, würde ich aber in jedem Fall zu einem Gespräch mit einer Tier-Kinesiologin raten! Eine Gute Adresse ist sicherlich die Praxis Balance-Hügli in Sissach.

Prince, der Pascha

Prince bevorzugt ganz andere Liegeplätze als Finn. Finn zieht sich zurück und möchte aus einem sicheren Platz beobachten.

Ganz anders Prince … der Pascha liegt meist irgendwo ganz offen rum und setzt den „mir-kann-nix-passieren“-Blick auf. Der hübsche Herr hat ein riesiges Selbstbewusstsein und hält sich für den Grössten 😉

Prince am chillen

Prince am chillen

Finn versteckt ;-)

Sobald die Tage wärmer und der Boden trockener wird, kann Finn wieder seinen Lieblingsplatz nutzen!

Lustigerweise ist es genau der Platz, den schon meine Lilo damals ganz toll fand: Oben im Garten, links unter der Thujahecke. Der kleine Mann kann stundenlang dort sitzen und das Leben geniessen. 🙂

Finn an seinem Lieblingsplatz

Finn an seinem Lieblingsplatz

Queen Mary’s Entwicklung

Queen Mary benahm sich lange wie eine sehr wählerische Queen. Mittlerweile ist Madame noch Queen, aber nicht mehr ganz soooo wählerisch 😉

Früher hat Mary nur 4 Menus Katzenfutter gegessen, alle von „Le Gourmet à la Carte“, schliesslich hat man ja Stil. Mittlerweile frisst Mary auch gerne einige andere Sachen, auch „Allerweltsfutter“, das sie früher nicht mal probiert hätte! Ihr neues Lieblingsmenu ist allerdings Sheba Hühnchenbrustfilet, das liebt sie und – ganz untypisch für Mary – leert bei dem Futter sogar vollständig den Napf!

Mary hat das ganz Sheba Hühnchenbrustfilet gefressen!

Mary hat das ganz Sheba Hühnchenbrustfilet gefressen!

Aber nicht nur das … Mary ist deutlich interessierter geworden. Wenn Besuch kommt wird der begrüsst (früher hat sie nur die Sachen, z.B. die Handtasche ausgiebig beschnüffelt, heute möchte sie mal kurz gestreichelt werden)!

Mary ist auch lange Zeit zwar in den Garten, aber nicht ins Gras gegangen; macht sie heute problemlos. Das untere Schidlkrötengehege fand sie immer schon interessant, weil sie dort hohes Gras fand, das obere hat sie bis anhin nicht interessiert. Nun besucht sie aber auch das obere Gehege und läuft sogar zwischen den Schildkröten durch.

Mary im oberen Schildkröten-Gehege

Mary im oberen Schildkröten-Gehege

Wenn das weitergeht, wird sie sich bald in den Schildkrötenhäusern aufhalten 🙂

Die Veränderungen von Mary haben wahrscheinlich in erster Linie die zwei Buben Finn und Prince verursacht. Zusätzlich bekommt sie seit einigen Wochen auch Zylkene, das ihr das Leben in der Gruppe angenehmer macht und sie damit weniger zur Spielverderberin „Fräulein Rottenmeier“ werden lässt.

Es ist jedoch nicht so, dass die Gruppe vorher nicht harmoniert hätte, sondern Mary war einfach relativ schnell genervt. Mit Zylkene nimmt Madame alles lockerer und fühlt sich damit sicher entspannter!

Ein weiterer toller Nebeneffekt ist, dass Mary nun auch durch die Katzentüre geht, was sie vorher verweigert hat. Das gibt ihr und mir mehr Freiheit 🙂 Meine Queen ist wirklich ein ganz tolles Büsi!